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Barbara Guarischi gewinnt in Schmölln - Mischa Bredewold fährt weiter in Gelb


Barbara Guarischi (r.) siegt auf der dritten Etappe in Schmölln vor ihrer Teamkollegin Lorena Wiebes. Fotos: Arne Mill / T.RF Sportmarketing GmbH

Schmölln, 25. Mai. Die 35. LOTTO Thüringen Ladies Tour bleibt fest in der Hand der Fahrerinnen vom Team SD Worx aus den Niederlanden. Die dritte Etappe am Donnerstag in Schmölln gewann nach 94,6 Kilometern und einer Fahrzeit von 2:23,56 Stunden Barbara Guarischi. Die Italienerin siegte vor ihrer Teamkollegin Lorena Wiebes aus den Niederlanden und Sandra Alonso Dominguez (Ceratizit WNT Pro Cycling Team), die lange die zweite Rennhälfte als Solistin bestimmte und erst etwa 400 Meter vor dem Ziel vom dezimierten Feld gestellt wurde. Beste deutsche Fahrerin war erneut Linda Riedmann (Deutsche Nationalmannschaft) auf Platz acht.


In der Gesamtwertung führt weiter die Niederländerin Mischa Bredewold vom Team SD Worx, die am Mittwoch die zweite Etappe in Gera gewonnen hatte. Bredewold hat elf Sekunden Vorsprung vor Lorena Wiebes und 14 Sekunden Vorsprung vor der Belgierin Lotte Kopecky (beide SD Worx). Beste Deutsche in der Gesamtwertung ist als Neunte die Bahn-Weltmeisterin von 2021, Laura Süßemilch (Fenix-Deceuninck/+48).



Die Trikot-Trägerinnen vom Donnerstag in Schmölln.

Stimmen:

Mischa Bredewold (Team SD Worx, Gelbes Trikot): „Ich habe versucht, den ersten Tag im Gelben Trikot zu genießen, obwohl es sehr hektisch war. Jeder wollte heute in eine Gruppe. Und der Kurs war ein bisschen tricky. Wir wollten, dass Barbara eine Etappe gewinnt – das hat super geklappt. Ich bin sehr stolz. Vielleicht klappt es, dass jede unserer Fahrerinnen eine Etappe hier gewinnt.“


Romy Kasper (AG Insurance Soudal Quick-Step Team): „Ich werde in der Kurve einfach umgefahren. Danach kam ich bei der Panne durch das Kamera-Motorrad nicht schnell an unseren Materialwagen. Ich bin schon ein bisschen verärgert. Blöder war, dass SD Worx bei den Angriffen nicht mitgefahren ist. Morgen versuche ich es erneut.“


Linda Riedmann (Deutsche Nationalmannschaft, Platz 8): „Ich bin hier zum Lernen. Bei den Rennen im Frühjahr habe ich für mein Team Jumbo-Visma eine andere Rolle und bin oft nicht mehr im Finale dabei. Das ist hier anders, auch weil das Level ein bisschen niedriger ist. Da kann ich lernen, mich zu positionieren.“


Mario Vonhof, Sportlicher Leiter Canyon/SRAM Racing: „Es war ein schwerer Sturz von Antonia Niedermaier, es sah anfangs nicht gut aus. Ihr geht es besser als gedacht. Es ist nichts gebrochen und sie hat keine Gehirnerschütterung. Auch das Knie ist in Ordnung. Nach der Aufgabe von Ricarda sind wir ein bisschen gebeutelt. Nach dem tollen Start in Schleiz sind wir nicht mit Glück gesegnet.“


Rennverlauf:



Sandra Alonso Dominguez bestimmte die zweite Rennhälfte als Ausreißerin. Platz drei in Tageswertung und das Trikot als Aktiste Fahrerin war der Lohn

Ohne Ricarda Bauernfeind (Canyon/SRAM Racing) startete in Schmölln die dritte Etappe. Die Vorjahresfünfte, die nach ihren starken Leistungen bei der Spanien-Rundfahrt der Frauen in Thüringen als eine der Mitfavoritinnen gehandelt wurde, sagte aufgrund von Magenproblemen ihren Start ab. „Ricarda hatte schon am Mittwoch etwas Probleme. Wir haben sie aus dem Rennen genommen, auch um unsere anderen Fahrerinnen zu schützen“, sagte Mario Vonhof, der Sportliche Leiter. Bauernfeind erklärte: „Die Entscheidung fiel mir definitiv nicht einfach, weil die Rundfahrt ein kleines Highlight in meinem Rennkalender war und auch meine Eltern da waren.“


Trotz zahlreicher Angriffe kam das Feld zur ersten Sprintwertung nach 21,1 Kilometern auf dem Markt in Schmölln geschlossen an. Die Bonifikation sicherte sich Lotte Kopecky (Team SD Worx) vor Marta Lach (Ceratizit WNT Pro Cycling Team) und Ruby Roseman-Gannon (Team Jayco-ALUla). Bei der ersten von drei Bergwertungen zeigte sich Alice Palazzi (Top Girls Fassa Bortolo) vorn und sammelte als Trägerin des Grünen Trikots weitere Punkte. Bei der zweiten Zieldurchfahrt in Schmölln hatte wieder Kopecky die schnellsten Beine. Danach ging das Feld nahezu geschlossen in die zweite Rennhälfte.


Knapp 30 Kilometer vor dem Ziel gab es den ersten vielversprechenden Angriff. Sandra Alonso Dominguez (Ceratizit WNT Pro Cycling Team) setzte sich vom Feld ab und kam zur dritten Sprint-Wertung als Solistin mit 35 Sekunden Vorsprung vor Kopecky. Danach wurde das Rennen deutlich hektischer. Romy Kasper (AG Insurance Soudal Quick-Step), später Antonia Niedermaier (Canyon/SRAM Racing) und Hannah Ludwig (Deutsche Nationalmannschaft) waren wie die Vorjahreszweite Marta Lach in Stürze verwickelt.


In der Schlussphase bekam Alonso Dominguez Verstärkung von Margot Vanpachtenbeke (Parkhotel Valkenburg), das Feld ließ beide aber zunächst nicht außer Sichtweite – ehe der Vorsprung wieder auf über 20 Sekunden anstieg. Im Finale wurde das Duo dann doch noch gestellt und SD Worx fuhr zum dritten Tagessieg in der dritten Etappe.



Die Trikots:

Gelbes Trikot (Gesamtwertung - Sponsor LOTTO Thüringen)

Mischa Bredewold (Team SD Worx)


Pinkes Trikot (Sprintwertung - B & H Spedition)

Mischa Bredewold (Team SD Worx)


Grünes Trikot (Bergwertung - Autohaus Peter/ Opel Berg-Trikot) Alice Palazzi (Top Girls Fassa Bortolo)


Rotes Trikot (Beste Nachwuchsfahrerin - Sparkasse)

Neve Bradbury (Canyon/SRAM Racing)


Lila Trikot (Aktivste Fahrerin - Gotha adelt)

Sandra Alonso Dominguez (Ceratizit WNT Pro Cycling Team)


Blaues Trikot (Beste deutsche Fahrerin - Freistaat Thüringen)

Linda Riedmann (Deutsche Nationalmannschaft)


Vorschau: Die vierte Etappe mit Start und Ziel führt am Freitag „Rund um Gotha“. Der Start in der August-Creutzburg-Straße ist um 12.00 Uhr. Für die Fahrerinnen geht es über 135,5 Kilometer und 1010 Höhenmeter. Unterwegs sind drei Sprint- und eine Bergwertung auf dem Tagesplan. Gegen 15.45 Uhr wird die Entscheidung um den Tagessieg erwartet.





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