Im Hamsterrad war Anna Henderson (Jumbo-Visma) auf der gestrigen Etappe und auch noch in der Windmühle der Gedanken. Unablässig treten muß eine Fahrerin sowieso, wenn sie zu einer Spitzengruppe gehört. Und die Britin fuhr dort um zu gewinnen. Viel zu überlegen gab es also nicht, als Kristen Faulkner bei der letzten Bergwertung antrat. Mitfahren! Im Duett mit der Amerikanerin reichten Blicke: Kristen führte an den Anstiege, Anna auf flachen Strecken. Die Grübelei begann, als die 7 Verfolgerinnen wieder aufschlossen. Wer hat hier welche Absichten? Wer ist scharf auf den Etappensieg, wer denkt an die Gesamtwertung?

Wer hat welche besonderen Fähigkeiten? Wen darf man keinesfalls fahren lassen? Die Gruppe lief nicht mehr. Mal Attacken, dann wieder „Bummeleinlagen“. Der Vorsprung schmolz. Was tun? Rat am Teamwagen holen. Der Coach meinte: Es wird knapp, nicht mehr lange warten und dann angreifen. Aber prescht schon die Holländerin los. Also Lücke schließen. Tief durchatmen. 3 km vZ. Ein kurzer Blick zurück,. Da merkte die einstige Skilangläuferin: Damned, heute hatten wir verwachst.