Marta strahlte übers ganze Gesicht und begann jede Antwort mit einem quieksenden Lachen. „Man mußte ständig antreten. Es war eine so turbulente Rennphase, bis ich plötzlich merkte, daß ich in der Spitzengruppe war, ha ha!“

3 Fahrerinnen vorn, aber sie nicht die Favoritin. Was hat sie draus gemacht?

Erstmal gleichmäßige und zügige Tempoarbeit mit Lisa Klein und Anna Christian. Sie holte sich 2 Bonussprints vor der schnellen Deutschen, die auch den Schlußspurt gewann. Die Freude über den zweiten Etappenplatz und den Gleichstand in der Punktewertung mit Lisa sprudelt wieder lachend aus dem Gesicht der Polin. So überschwänglich berichtet sie auch auf Twitter von ihren Rennen in aller Welt, zuletzt von der Kalifornien-Rundfahrt. Dankbarkeit ist der Grundtenor, erst recht beim liebvollen Gruß am polnischen Muttertag, dem 26. Mai, der zugleich auch ihr Geburtstag ist. „Meine Mama ist meine Authorität, sie hat mich immer unterstützt.“ Die 22jährige Sportstudentin in Krakow hat 5 Brüder. Aber im sport ist sie die beste. Und im Lachen!

AUTOR: Ulli Jansch
FOTO: Arne Mill