Tour-Chefin Vera Hohlfeld im Kreis der Fahrerinnen. Foto: Arne Mill / T.RF GmbH

Erfurt, 3. Juni. Eine Fortsetzung der Internationalen LOTTO Thüringen Ladies Tour im nächsten Jahr steht nach Angaben von Vera Hohlfeld derzeit in den Sternen. „Es muss sich definitiv einiges ändern. Wenn wir mit dem aktuellen Budget weitermachen, wird es keine 35. Auflage geben. Das steht fest“, sagte die Tour-Direktorin in einem Interview mit dem Radsport-Portal radsport-news.com.

Die 34. Thüringen-Rundfahrt war am vergangenen Sonntag mit dem Gesamtsieg der Australierin Alexandra Manly in Altenburg zu Ende gegangen. In diesem Jahr fehlten zahlreiche Top-Mannschaften und -Fahrerinnen aus dem Ausland. „Wenn ich meinen eigenen Aussagen treu bleibe, dann müsste ich jetzt eigentlich aufhören. Denn ich habe immer gesagt, dass ich das Rennen mache, solange wir die komplette Weltspitze da haben. Das war dieses Jahr nicht der Fall”, resümierte Hohlfeld.

Das Budget der Rundfahrt, die beim Weltverband UCI in der Women’s Proseries eingestuft ist, betrug in diesem Jahr rund 400.000 Euro. Viele Mannschaften zogen einen Start beim zeitgleichen „Ride London“ vor, der World-Tour-Status hat und höher dotiert ist. Eine Höherstufung des einzigen deutschen Frauen-Etappenrennens für 2023 sei aber kein Thema. „Die Frist für den Kalender 2023 ist seit April durch. Es gibt noch die Sitzung eines Komitees, um den Kalender zu verabschieden, aber mir wurde signalisiert, dass das durch ist”, sagte die Olympia-Teilnehmerin von 1996, die seit zwölf Jahren als Tour-Direktorin die Geschicke der Rundfahrt lenkt.

Das komplette Interview (mit Bezahlschranke)