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Tour-Chefin Hohlfeld sehr zufrieden: „Diese Rundfahrt hat uns Mut gemacht“


Tour-Chefin Vera Hohlfeld bei den beiden Rundfahrt-Presentern Franco Marvulli (l.) und Patrick Janowski (r.). Foto: Arne Mill / T.FR Sportmarketing GmbH

Mühlhausen, 29. Mai. Vera Hohlfeld, Rundfahrt-Direktorin der 35. LOTTO Thüringen Ladies Tour, hat nach dem Finale am Pfingstsonntag und dem Gesamtsieg von Lotte Kopecky (Team SD Worx) ein positives Fazit für die Ausgabe 2023 gezogen und diesmal einen deutlich optimistischen Ausblick auf das nächste Jahr gegeben. „Es hat richtig Spaß gemacht, das Ergebnis unserer monatelangen Vorarbeit hier zu sehen. Wir hatten sehr viel positives Feedback. Darüber bin ich glücklich. Wir haben uns eine Lobby aufgebaut. Wir sind gewollt im Freistaat Thüringen – das gibt ganz viel Kraft für die Zukunft. Mein Kopf ist eigentlich schon in jedem Gespräch im nächsten Jahr – wenn es kein Erdbeben gibt, geht es 2024 weiter“, sagte Hohlfeld.


Auch das Feedback aus den Etappenorten Schleiz, Gera, Schmölln, Gotha, Schmalkalden und Mühlhausen sei sehr positiv gewesen. „Wir haben bereits neun Ideen für die Etappenorte für das nächste Jahr – aber nur sechs Tage. Da müssen wir sehr geschickt auswählen, um uns weiterzuentwickeln“, kündigte Hohlfeld an. Mühlhausens Bürgermeister Dr. Johannes Bruns hatte noch am Sonntag eine Bewerbung für das nächste Jahr angekündigt. Auch die Premiere in Schmalkalden bei der VIBA-Nougat-World hinterließ bei allen Beteiligten nachhaltigen Eindruck.


Möglicherweise läuft die LOTTO Thüringen Ladies Tour 2024 erstmalig in der World Tour des Radsport-Weltverbandes UCI und steigt damit aus der Women’s Proseries auf. Der Antrag wurde vor einigen Wochen gestellt. „Unsere Rundfahrt war quasi nochmals eine Bewerbung. Wirr haben gezeigt, dass wir World Tour kennen. Alle Kritikpunkte aus dem Vorjahr konnten wir beheben, das haben wir schon im Vorfeld geregelt. Natürlich gab es neue Kritikpunkte, aber das sind alles Kleinigkeiten, die wir abstellen können“, zeigte sich Hohlfeld optimistisch, den größeren Anforderungen an Logistik, Sicherheit und Time-Keeping mit ihrem Team gewachsen zu sein.


Vera Hohlfeld mit Belgiens Radsport-Superstar und Gesamtsiegerin Lotte Kopecky.

Besonders erfreut zeigte sich die Olympia-Teilnehmerin über die sportliche Resonanz. Fünf Mannschaften aus der World Tour waren auch ohne Erstliga-Status der Rundfahrt am Start, darunter das dominierende niederländische Team SD Worx um die beiden Superstars Lotte Kopecky und Europameisterin Lorena Wiebes. „Wir haben immer gesagt, dass wir die Kraft für die Rundfahrt nur haben, wenn die Weltspitze am Start steht. Das macht uns Mut und baut uns und das gesamte Team natürlich auf. Wir hatten hier wieder sechs Tage großartigen Sport mit den weltbesten Teams“, sagte Hohlfeld, die sich auch über das gestiegene mediale Interesse freute.


Die Resonanz aus dem Kreis der 17 Mannschaften mit über 100 Fahrerinnen war wie in den vergangenen Jahren ausgesprochen gut. „Die LOTTO Thüringen Ladies Tour ist absolut tauglich für die World Tour und wäre sehr erwünscht bei den Fahrerinnen“, sagte die österreichische Staatsmeisterin Christina Schweinberger (Fenix-Deceuninck). „Die Rundfahrt ist wirklich toll organisiert“, meinte Alice Palazzi (Top Girls Fassa Bortolo) als Siegerin im Bergpreis. Und Europameisterin Lorena Wiebes (Team SD Worx) ergänzte: „Ich bin das zweite Mal hier und mag die Thüringen-Rundfahrt sehr.“ Für Vera Hohlfeld wichtige Signale: „Wir wollten eine Atmosphäre und ein Rennen schaffen, zu dem alle gern wiederkommen. Das ist in diesem Jahr sehr gut gelungen“, sagte die Chefin der Thüringen-Rundfahrt.


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